Lokales / Regionales Engagement

Die Frauen bei Hamburg-Alster verstehen sich nicht nur als „Geldbeschafferinnen“, sondern engagieren sich vielfach vor Ort. Sie sind da am erfolgreichsten, wo sie durch persönliche Begleitung jederzeit den aktuellen Erfordernissen entsprechend unterstützen können. Diese Unterstützung basiert gleichermaßen auf ihrer professionellen Qualifikation wie auf der Lebenserfahrung.

Förderungsprojekt für arbeitslose Akademikerinnen

Exzellenzförderung für Wissenschaftlerinnen ist uns wichtig, aber auch die Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg arbeitsloser Akademikerinnen. Im zweiten Jahr fördert Zonta Hamburg Alster deshalb ein Gemeinschaftsprojekt des Expertinnenberatungsnetzes der Universität Hamburg mit dem Jobcenter Hamburg Eimsbüttel.

Da ist die 28jährige Kulturwissenschaftlerin ohne Arbeit. Sie hat Spanischsprachige Literatur und Kultur bis zum Bachelor-Abschluß studiert und Europäische Kulturgeschichte mit Magister abgeschlossen. Trotz verschiedener erfolgreich bewerteter Praktika - u.A. beim Filmfest Hamburg - landete sie als arbeitslose Akademikerin im Jobcenter und wurde weitergeleitet zum Expertinnenberatungsnetz. Nach einem ausführlichen Klärungs- und Orientierungsgespräch, in dem auch Bewerbungsstrategien mit ihr gemeinsam überarbeitet wurden, erhielt sie eine Mentorin, die Fachfrau ist für Veranstaltungsmanagement. Ergebnis: Bereits in dieser frühen Vermittlungsphase war die Ratsuchende mit ihrer Bewerbung beim Münchner Filmfest erfolgreich. Im Februar ist sie umgezogen und erfüllt dort den Job zur allseitigen Zufriedenheit.

Gefördert wurden zudem eine türkischstämmige IT-Fachfrau und eine Absolventin des Studienganges „Internationales Informationsmanagement und Kulturgeschichte“ sowie eine Betriebswirtin.

Das Expertinnenberatungsnetz gehört zur Universität Hamburg und berät seit fünfundzwanzig Jahren mit großem Erfolg beruflich ratsuchende Frauen. Renommierte Vertreterinnen der verschiedensten beruflichen Branchen geben ihre fachliche Expertise sowie ihr langjähriges Erfahrungswissen als Führungskraft in Mentorinprogrammen weiter.

 

Förderung einer Hochschulkarriere

Wir meinen es ernst mit dem Zonta-Motto Advancing the Status of Women Worldwide. Das giltauch für die Exzellenzförderung junger Wissenschaftlerinnen. Wir Zontians wollen es nicht hinnehmen, dass an deutschen Universitäten nur 20% der Stellen von Frauen besetzt sind. Wir wollen nicht hinnehmen, dass von denen 2/3 auf Kinder verzichten, weil sie sonst einen Karriereknick erleben müssen. Kinder dürfen nicht das entscheidende Hindernis für eine Professur von Frauen sein!

Zonta Hamburg Alsterhat deshalb ein Jahr lang eine junge Neurowissenschaftlerin mit 400 € montalich unterstützt. Sie untersucht am Universitätsklinikum in Hamburg, wie sich Schlaf auf unsere Leistung und die Plastizität des Gehirns auswirkt. Ihr Ziel: Die Habilitation. Die Chancen dafür stehen gut - eine preisgekrönte Dissertation, vielbeachtete Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften, Leitung eines eigenen Forschungsprojektes.

Das “Problem”: Sie ist Mutter einer kleinen Tochter.     

duesberg

Zu Beginn unserer Förderung hatte der Vater gerade auf dem zweiten Bildungsweg sein Architekturstudium abgeschlossen und suchte Arbeit. Die Familie lebte vom Elterngeld (68% des Tariflohns der Mutter), die Stelle am UKE ist befristet und einen Krippenplatz gibt es frühestens ab dem ersten Lebensjahr.

Die Förderung ermöglichte der Wisenschaftlerin, den Kontakt zu ihrem Institut zu halten, die Forschungsarbeit fortzuführen und die erforderlichen Anträge und Publikationen rechtzeitig fertig zu stellen.

In ihrem Abschlußbericht für uns schreibt Dr.Mareike Düsberg:"Ich habe dadurch auf die Inhalte meines Forschungsprojekts in den nächsten Jahren Einfluss nehmen können und freue mich über die positive Begutachtung des Antrags, der mir für die nächsten zwei Jahre eine sichere und die darauffolgenden zwei Jahre eine sehr wahrscheinliche Arbeitsstelle verschafft... Durch Zonta war es möglich, einer Einladung nach Zürich zu folgen, wo ich einen Softwarekurs gehalten habe und damit eine bestehende Kooperation festigen konnte.

Besonders freue ich mich über die Einladungen von zwei Kollegen, ein nationales Symposium mitzugestalten und an einem internationalen Symposium zu sprechen. Für mich zeigt das, dass ich während meiner Abwesenheit in Elternzeit nicht aus der Wahrnehmung der Forschungsgemeinschaft gerutscht bin. Die fortlaufende Förderung durch Zonta hat mir daher nicht nur ermöglicht, "das nötigste" abzuarbeiten, sondern durch die großzügige freie Verwendbarkeit der Mittel die Möglichkeit geschaffen, auch mit Kind zu verreisen um Kontakte zu pflegen und mich und meine Arbeit zu repräsentieren. Das hat einen unschätzbaren Wert in der schnelllebigen Forschungswelt"

Wie wir bisher gefördert haben

  • • mit Rat und Geld: die interkulturelle Schülerinneninitiative ISI in Hamburg

  • • mit handfester Technik und „Know How“: die Arbeit von Ärztinnen in der Ukraine

  • • mit Sachspenden: örtliche Frauenhäuser

  • • mit Zufinanzierung: das Café Sperrgebiet in Hamburg

  • • mit Lehrmitteln: eine Grundschule

  • • mit finanzieller Unterstützung: eine junge Frau aus Sambia zur Erlangung der Hochschulreife

  • ...und anderes mehr

In Notsituationen reagieren wir so schnell wie möglich

  • • für Flüchtlingsfrauen in Zagreb mit Hilfeleistung beim Ankauf eines Hauses

  • • für eine Familie mit Zwillingen nach der Flutkatastrophe in Dresden mit Geldmitteln,
      gemeinsam mit den dortigen Zontians

  • • für eine Türkin und ihren kleinen Sohn mit einer Spende als Hilfe bei der Einbürgerung

  • ...und für manches andere

Projekte bei der Union Deutscher Zonta-Clubs

Außerdem werden innerhalb Deutschlands über die Zugehörigkeit zur Union Deutscher Zonta-Clubs weitere Projekte unterstützt http://www.zonta-union.de/